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Ernährungsumstellung: 11 Tipps für ausgewogenere Mahlzeiten


Der Geist ist willig, nur das Fleisch ist schwach… Was das Thema gesunde Ernährung betrifft, scheitern die meisten von uns daran, die guten Vorsätze täglich umsetzen. Falls sich das nach dir anhört, ist dieser Blogbeitrag der perfekte Einstieg. Du erfährst, wie du mit wenig Aufwand gesund isst und deine Ernährung langsam umstellst.

Ernährungsumstellung: Tipps für ausgewogene Ernährung  (Quelle: Unsplash)


Gesunde Ernährung: Wie sieht die eigentlich aus?

Warum ist es so verflixt schwierig, sich gesund zu ernähren? Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Süßigkeiten, Gebäck und Pizza schmecken leider einfach gut und gehören außerdem fest zum gesellschaftlichen Leben dazu: Spätestens bei der nächsten Familienfeier kapitulieren wir vor dem Kuchenbuffet. Gesund ernährt wird dann wieder ab morgen – oder allerspätestens ab nächster Woche.


Außerdem: Was heißt überhaupt gesunde Ernährung? Wer sich vornimmt, die Ernährung umzustellen, steht vor einer Flut an Informationen und Ernährungskonzepten. Vegetarisch, vegan, getreidefrei, Low Fat, Low Carb, Keto, Paleo oder doch die mediterrane Diät – woher soll man wissen, wer Recht hat?


Fangen wir mal ganz von vorne an. Eine Ernährungsweise ist dann gesund, wenn sie den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Mit dem, was wir essen, sorgen wir dafür, dass unsere Zellen und Organe ihre Aufgaben richtig erfüllen können.


Makro- und Mikronährstoffe: Futter für alles

Im ersten Schritt geht es um die sogenannten Makronährstoffe: Fett, Kohlenhydrate und Protein (Eiweiß). Sie versorgen uns mit Energie und haben einige weitere essenzielle Funktionen. Aus Fetten und Proteinen stellt der Körper zum Beispiel Hormone her.


Von den Mikronährstoffen – Vitaminen und Mineralien – brauchen wir viel weniger als von den Makronährstoffen. Am allerwenigsten von den sogenannten Spurenelementen: Mineralien, bei denen (wie der Name sagt) schon Kleinstmengen reichen. Deshalb sind sie aber nicht weniger wichtig. Unser Organismus ist auf sie angewiesen: Ein Mangel bei einem einzigen Mikronährstoff kann eine ganze Reihe an Störungen und Symptomen verursachen.


Deine Ernährung muss zu dir passen

Ziel einer gesunden Ernährungsumstellung sollte also sein, den Bedarf deines Körpers zu decken. Ich würde zwei weitere Aspekte ergänzen: Eine gesunde Ernährung ist eine, die du gut verträgst – und die zu deinem Leben passt.


Wer Kohlenhydrate liebt, wird mit einer Keto-Ernährung nicht glücklich. Wer von Hülsenfrüchte Verdauungsbeschwerden kriegt, tut sich schwer mit einer ausgewogenen veganen Ernährung. Und wer sich gleich am Anfang zu viel vornimmt, hält nur selten durch.


Genau das ist aber der springende Punkt. Eine gesunde Ernährung ist das Gegenteil von einer Diät: Es geht nicht um einen kurzfristigen Effekt, sondern darum, eine langfristige Gewohnheit zu etablieren. Denn was zählt, ist das, was du täglich machst. Kleine Ausreißer fallen dann kaum noch ins Gewicht.


Ernährungsumstellung: Warum eine ausgewogene Ernährung wichtig ist

Vielleicht hast du auch jemanden in deiner Familie, der uralt geworden ist, obwohl er sein Leben lang geraucht und täglich Cognac getrunken hat. Wenn die Lebensweise so geringe Auswirkungen hat – warum sollte man sich dann überhaupt mit dem Thema gesunde Ernährung auseinandersetzen?


Klar, wenn du ab sofort mehr Brokkoli isst, garantiert dir das nicht, dass du 100 Jahre alt wirst. Und natürlich gibt es einzelne Individuen, die alle guten Ratschläge in den Wind schießen und trotzdem kerngesund sind. Mir persönlich geht es darum, mich so lange wie möglich fit und voller Energie zu fühlen. Frei nach dem Motto, „nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben geben“.


Denn was wir mit Sicherheit sagen können: Eine ausgewogene Ernährungsweise senkt dein Risiko für die meisten der typischen Zivilisationskrankheiten drastisch. Diabetes mellitus Typ 2, Atherosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfälle, Gicht, Nierenversagen, hormonelle Dysbalancen und sogar Depressionen stehen in enger Verbindung mit Stoffwechsel und Ernährung.


Das Problem dabei ist allerdings, dass die schleichenden Veränderungen zuerst eine ganze Weile unbemerkt bleiben. Symptomen, die sich zeigen, gehen meistens viele Jahre voller ungünstiger Gewohnheiten voraus.


Wie gesunde Ernährung klappt: 11 Tipps für den Einstieg

Der Vorsatz, weniger Currywurst, Kartoffelchips und Schokoriegel zu essen, hat also durchaus seine Berechtigung. Bleibt noch die Frage, wie genau eine ausgewogene Ernährung aussieht – und wie man sie durchhält.


Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, welche Ernährungsform die gesündeste ist. Viele Wege führen nach Rom. Außerdem reagiert jeder Körper unterschiedlich auf Lebensmittel: Was für eine andere Person gesund ist, kann dir unter Umständen auch schaden.


Trotzdem gibt es einige Empfehlungen, von denen jeder Mensch profitiert. Ich habe meine wichtigsten Tipps für gesunde Ernährung gesammelt. Gleich mal vorab: Strenge Verbote und eine komplette Umstellung von heute auf morgen gehören nicht dazu.


1. Langsam auf gesunde Ernährung umstellen

Stell dir mal vor, dass du dein Lieblingsessen nie wieder essen darfst. Was passiert? Genau, du kriegst Riesenhunger auf genau dieses Produkt. Die verbotenen Früchte sind ja bekanntlich die süßesten.


Die Devise bei der Ernährungsumstellung lautet deshalb: klein anfangen und dranbleiben. Starte damit, mehr gesunde Lebensmittel in deine Mahlzeiten zu integrieren. Dann nimm dir vor, Kartoffelchips durch Nüsse zu ersetzen, einen Tag pro Woche auf Zucker zu verzichten oder jeden Sonntag eine neue Gemüsesorte auszuprobieren.


Du wirst sehen: Je kleiner die Schritte, desto besser hältst du durch. Die Art und Weise, wie du dich ernährst, hat sich über viele Jahre entwickelt und eingeschliffen. Wenn du dich gleich am Anfang überforderst, läufst du Gefahr, dass du schon nach kurzer Zeit frustriert die Flinte ins Korn wirfst.


Nachhaltige Veränderungen brauchen Zeit. Denk lieber an Beppo Straßenkehrer: Statt auf die scheinbar endlose Straße zu schauen, die du noch fegen musst, richte deinen Blick immer auf den nächsten Besenstrich. (Falls du „Momo“ von Michael Ende nie gelesen hast: große Herzensempfehlung.)


2. Mehr Gemüse essen

Wenn ich mich für eine Sache entscheiden müsste, die deine Ernährung sofort gesünder macht, wäre das mehr frisches Gemüse. Gemüse enthält Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und dazu eine Menge wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe. Außerdem macht es satt, hat kaum Kalorien und liefert deinem Körper Flüssigkeit.


Vielleicht schaffst du es, in jede deine Mahlzeiten etwas Gemüse einzubauen. Spinat zum Frühstücks-Rührei, Gurke und Tomate aufs Brot oder ein Salat zum Mittagessen: Es ist gar nicht so schwierig, wie es sich anhört. Je mehr unterschiedliche Gemüsearten du verwendest, desto besser.


Mit Obst sieht es so ähnlich aus – da würde ich es allerdings mit der Menge nicht übertreiben. Obst ist sehr gesund, enthält aber eine ganze Menge Fruchtzucker. Wenn du zu viel davon isst, kann das dazu führen, dass dein Blutzucker Purzelbäume schlägt. Sinkt der Blutzucker nach einem schnellen Anstieg tief nach unten, bekommst du wahrscheinlich Heißhungerattacken und greifst direkt zum nächsten Snack.


3. Echte Lebensmittel kaufen

Je naturbelassener ein Lebensmittel, desto besser ist es in der Regel für deine Gesundheit. Umgekehrt kann man sagen: Je länger die Zutatenliste auf dem Etikett, desto ungünstiger für deinen Körper. In industriell verarbeiteten Lebensmitteln verstecken sich oft Zucker, ungesunde Fette und außerdem Hilfs- und Zusatzstoffe, die die Haltbarkeit verlängern oder den Geschmack verbessern.

Frische Produkte zu kaufen, heißt allerdings, dass du mehr selber kochen musst. Im Prinzip ist das aber nur eine Sache von Planung und Gewohnheit. Online findest du unzählige Rezeptideen für schnelle Mahlzeiten, die du auch als Anfänger:in oder mit wenig Zeit locker hinkriegst.


Am besten kochst du gleich für zwei oder mehrere Tage vor – oder frierst einen Teil für schlechte Zeiten ein. So weißt du immer, was in deinem Essen steckt. Zusatztipp: Nie hungrig einkaufen gehen, denn dann sind Convenience Produkte besonders verführerisch.


4. Auf die Zusammenstellung achten

Was Makronährstoffe sind, habe ich weiter oben schon beschrieben. Dein Körper braucht ausreichend Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate, um richtig zu funktionieren. Wenn du dich gesünder ernähren willst, empfehle ich dir, mal einen kritischen Blick auf deine Standard-Mahlzeiten zu werfen.


Viele der typischen Gerichte, die wir in Deutschland essen, basieren vor allem auf Kohlenhydraten. Pizza, Pasta, Brot und Co. sind nicht per se schlecht – meistens bestehen sie aber aus hellem Weizenmehl, was auf Dauer ziemlich einseitig wird. Über das Pro und Contra zum Thema Getreide schreibe ich in diesem Beitrag mehr.


Ein Tipp, wie du dich sofort ausgewogener ernährst: Ersetze einen Teil der „leeren“ Kohlenhydrate durch Gemüse oder Eiweiß. Hochwertige Eiweißquellen kommen im Alltag oft zu kurz – ganz besonders bei Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. Die DGE empfiehlt mindestens 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht, ich persönlich orientiere mich (je nach Aktivitätslevel) eher an einem bis 1,5 Gramm.


Eiweiß ist übrigens auch der Makronährstoff, der am meisten satt macht! Versuch doch mal, deinen Teller so zusammenzustellen, dass er immer eine Eiweißquelle, gesunde Fette (dazu kommen wir noch) und komplexe Kohlenhydrate enthält. Zu letzteren gehören zum Beispiel alle Arten von Gemüse und Vollkorn-Getreide.


Besonders wichtig ist ein eiweißreiches Frühstück, denn damit legst du das Fundament für den ganzen Tag. Fast schon sowas wie ein kleiner Health Hack sind Hülsenfrüchte: Sie enthalten nämlich eine Menge Eiweiß, hochwertige Kohlenhydrate und eine Menge Ballaststoffe. Du schlägst also gleich drei Fliegen mit einer Klappe.


5. Zucker reduzieren

Für viele Menschen, die sich gesünder ernähren wollen, ist Zucker die wohl größte Herausforderung. Das ist kein Wunder, denn das süße Zeug hat eine ähnliche Wirkung auf uns wie bestimmte Drogen: Wenn du Kuchen, Kekse oder Schokolade isst, aktiviert das das Belohnungszentrum in deinem Gehirn. Die Folge ist, dass du immer noch mehr willst.


Zucker und leere Kohlenhydrate aus weißem Mehl katapultieren außerdem deinen Blutzucker zuerst steil nach oben – und lassen ihn dann tief absinken. Ein niedriger Blutzuckerspiegel bedeutet Stress, deshalb drückt dein Körper den Alarmknopf: Du kriegst direkt wieder Hunger.


Dieses Auf und Ab deines Blutzuckerspiegels verursacht Heißhungerattacken und Stimmungsschwankungen. Auf Dauer kann es sogar zu Insulinresistenz, Diabetes Typ 2 und vielen anderen Störungen und Krankheiten führen.


Wenn du es also schaffst, deinen Zuckerkonsum zu reduzieren, wird dein Körper es dir danken. Du vermeidest eine Menge leerer Kalorien und lebst langfristig gesünder.


Tipp: Achte vor allem bei Fertigprodukten immer auf die Inhaltsstoffe. Zucker und seine Verwandten verstecken sich in mehr Lebensmitteln, als du vielleicht denkst.


6. Gesunde Fette verwenden

Fett kämpft noch immer mit einem schlechten Ruf: Es gilt als Dick- und Krankmacher. Damit tun wir der Gruppe der Lipide, wie Fette wissenschaftlich heißen, allerdings Unrecht. Viele der alten Mythen wurden bereits widerlegt – oder werden, wie im Fall der gesättigten Fettsäuren, gerade heiß diskutiert.


Fett ist unglaublich wichtig für unseren Körper. Es transportiert Vitamine und hilft dem Körper, sie richtig aufzunehmen. Außerdem polstert es die Organe, bildet die Grundlage für verschiedene Hormone und dient dem Körper als Baustoff, zum Beispiel für die Zellmembran. Gesundes Fett ist also unser Freund.


Am wichtigsten für unseren Körper sind Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, denn die kann er nicht selbst herstellen. Diese essenziellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren findest du vor allem in fettem Fisch, Nüssen und Samen. Allerdings kommt es auch auf das Gleichgewicht an: Da wir im Alltag meistens viel mehr Omega-6 essen, solltest du besonders auf ausreichend Omega-3 achten.


Für Salate und kalte Speisen empfehle ich dir kaltgepresstes Walnuss-, Lein- und Olivenöl. Walnüsse und Leinsamen sind eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Olivenöl enthält ebenfalls gesunde Fette plus viele Polyphenole – wertvolle Pflanzenstoffe, die die Körperzellen vor Schäden schützen.


Zum Backen und Braten eignen sich Kokosöl und Ghee, das ayurvedische Butterschmalz. Sie bleiben auch bei großer Hitze stabil und bilden keine schädlichen Stoffe. Auch Butter und Olivenöl sind in Ordnung, solange du die Temperatur nicht zu hoch aufdrehst.


Von raffinierten Pflanzenölen, gehärteten Fetten und Produkten wie Margarine hältst du dich besser fern. Mit dieser „entarteten“ Industrieform von Fett kann der Körper nicht umgehen. Das führt unter Umständen zu Entzündungen und verschiedenen gesundheitlichen Problemen.


7. Lebensmittel schonend zubereiten

Die Art und Weise, wie du dein Essen zubereitest, hat großen Einfluss darauf, wie gesund es ist. Ein gutes Beispiel ist kaltgepresstes Leinöl. Prinzipiell gehört Leinöl zu den gesündesten Fettquellen. Sobald du es aber erhitzt, oxidiert es – und kann dem Körper dann sogar schaden.


Durch scharfes Anbraten, Frittieren und Backen bei hohen Temperaturen zerstören wir viele gute Inhaltsstoffe in Lebensmitteln. Beim Erhitzen von Fett entstehen Trans- und oxidierte Fette, beim Erhitzen von Kohlenhydraten das vermutlich krebserregende Acrylamid.


Dazu kommt, dass viele Vitamine und Pflanzenstoffe hohe Temperaturen nicht überleben. Wenn du ab und zu mal deine Bratpfanne verwendest, ist das völlig okay. Aber vielleicht versuchst du, öfter mal auf Methoden wie Dünsten oder Dampfgaren umzusteigen. Dadurch holst du für dich das Beste aus deinem Essen heraus.


8. Richtig trinken

Ohne Essen kommt dein Körper relativ lange klar – bei Flüssigkeit sieht das ganz anders aus. Wenn du dich gesünder ernähren willst, solltest du deshalb unbedingt auch darauf achten, genug zu trinken.


Wie viel genau, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt etwa 1,5 Liter pro Tag. Am allerbesten ist reines Wasser, gute Alternativen sind Kräutertees oder sehr dünne Saftschorlen. Achte beim Kauf aber darauf, dass dein Saft keinen zugesetzten Zucker enthält.


Ich empfehle dir, direkt nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser zu trinken, denn nach der Nacht ist der Körper besonders dehydriert. Aus Sicht des Ayurveda ist heißes Wasser oder Ingwerwasser am Morgen ideal. Zu den Mahlzeiten trinke ich nichts oder nur sehr wenig, um die Verdauungssäfte nicht zu sehr zu verdünnen.


9. Bewusst essen und gut kauen

Hast du wahrscheinlich alles schon mal gehört – und trotzdem fällt es uns sooo schwer, unsere Mahlzeiten bewusst und in Ruhe zu uns zu nehmen. Die einen schlingen kurz zwischen Tür und Angel einen Snack herunter, die anderen sitzen beim Essen vor dem Fernseher oder scrollen auf dem Handy.


Wenn du dir Zeit nimmst, in Ruhe zu essen, hat das viele Vorteile. Erstens schmeckst du intensiver und kannst deine Mahlzeit mehr genießen. Zweitens stehen die Chancen gut, dass du früher satt bist – einfach, weil du das Signal deines Körpers besser hörst, wenn du langsamer und achtsamer isst. Außerdem kaust du vermutlich besser und leistest damit einen großen Beitrag zum Verdauungsvorgang. Der geht nämlich schon los, bevor dein Essen im Magen landet.


Richtig verdauen kann dein Körper allerdings nur, wenn dein Parasympathikus aktiv ist: Der Teil deines autonomen Nervensystems, der für Entspannung zuständig ist („rest & digest“). Nimm dir also möglichst vor, dich beim Essen hinzusetzen, einmal durchzuatmen und deine ganze Aufmerksamkeit auf den Teller zu richten.


10. Deinen Rhythmus finden

Gehörst du auch zur Snack-Fraktion? Wahrscheinlich ist dir gar nicht bewusst, wie schwer du es deinem Körper damit machst. Jedes Mal, wenn neues Futter nachkommt, muss er nochmal von vorne anfangen.


Ein wichtiges Grundprinzip der Ayurveda-Ernährung lautet, dass zwischen zwei Mahlzeiten immer mindestens drei bis vier Stunden Zeit vergehen sollten. Auch für deinen Blutzuckerspiegel sind Pausen zwischen den Mahlzeiten wichtig. Bei den meisten Menschen dauert es ungefähr drei Stunden, bis der Wert wieder auf dem Ausgangslevel ist.


Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel bedeutet, dass deine Bauchspeicheldrüse ständig weiter Insulin ausschütten muss, um die Glukose im Blut in die Zellen zu befördern. Langfristig kann das zu Problemen führen.


Versuche deshalb, Zwischenmahlzeiten zu vermeiden und finde feste Essenszeiten, die für dich funktionieren. Falls der Magen zwischendurch doch mal so doll knurrt, dass du es nicht mehr aushältst, entscheide dich möglichst für einen gesunden Snack ohne Zucker. So vermeidest du zumindest die Blutzucker-Achterbahn.


Übrigens: Hunger und Durst fühlen sich manchmal recht ähnlich an. Eventuell lohnt es sich, erstmal ein Glas Wasser zu trinken, bevor du direkt zur Stulle greifst.


11. Neue Lebensmittel ausprobieren

Last but not least: Eat the rainbow! Je mehr unterschiedliche Pflanzen du in deinen Speiseplan integrierst, desto besser. Manche Stimmen sagen, es sollten rund 30 pro Woche sein. Das klingt erstmal viel, ist aber nicht so schwer, wie du vielleicht denkst.


Hast du schon mal mit Schwarzwurzeln, Topinambur oder Erdmandeln gekocht? Als kleine Challenge könntest du dir vornehmen, jede Woche ein neues Lebensmittel auszuprobieren. Das funktioniert übrigens super, wenn du dich für ein regionales Gemüsekisten-Abo mit Überraschungsprodukten anmeldest.


Auch wenn wahrscheinlich nicht alles dein Fall ist, entdeckst du vielleicht den ein oder anderen neuen Favoriten. Selbst Gewürze können kleine Geschmackexplosionen verursachen und altbekannte Gerichte zu einem völlig anderen Erlebnis machen. Probier also ruhig öfter mal was Neues.


Gesund ernähren ohne Kochen – geht das?

Meine persönliche Meinung: Wer sich ausgewogen ernähren will, kommt um etwas Zeit in der Küche nicht herum. Außer natürlich, du hast die finanziellen Mittel, um dein eigenes Küchenteam anzustellen. Mit "Zeit in der Küche" meine ich aber nicht, dass du zweimal pro Tag groß aufkochen musst.


Ein gesunder Salat für die Mittagspause ist schnell vorbereitet – und wenn du größere Portionen kochst und sie einfrierst, hast du immer eine vollwertige Mahlzeit in petto. Unter dem Suchbegriff „Meal Prep“ findest du online viele Ideen, wie du mit wenig Aufwand gesundes Essen für die ganze Woche vorbereitest.


Ich bin selbst jemand, der sehr einfach und effizient kocht. Mehr als zwanzig Minuten investiere ich nur selten in eine Mahlzeit. Am Anfang brauchst du wahrscheinlich etwas länger, aber das gibt sich.


Perfekte Gerichte für Anfänger:innen sind zum Beispiel Currys, Bowls, Ofengemüse oder eine Gemüsepfanne aus dem Wok. Das Einzige, was daran Zeit kostet, ist das Gemüseschneiden – und auch das ist nur eine Frage der Übung.


Wann eine Ernährungsberatung sinnvoll ist

Wenn du gerade dabei bist, auf gesunde Ernährung umzustellen, bietet sich ein Ernährungstagebuch an. Auch Apps wie Yazio (unbezahlte Werbung), in die du alles einträgst, was du isst, sind hilfreich. Zwar kann man sich nicht darauf verlassen, dass die Angaben immer zu 100 Prozent stimmen – sie geben dir aber eine erste Idee, wie es um deine Nährstoffversorgung steht.


In der Regel reicht es, das Tagebuch fünf bis sieben Tage zu führen. Die meisten Menschen sind überrascht, was im Laufe eines Tages so ganz nebenbei im Mund landet. Denn eigentlich wissen wir ja, wie eine gesunde Ernährung aussieht: Mehr Gemüse, mehr Vielfalt, weniger Snacks und Industrie-Food. Das Schwierigste ist es, die guten Vorsätze im Alltag umzusetzen und durchzuhalten.

Eine Ernährungsberatung kann dir dabei enorm helfen. Als ganzheitliche Gesundheitsberaterin helfe ich dir, eine Ernährungsweise zu finden, die für dich machbar ist und zu deinem Leben passt. Ich begleite dich über einen bestimmten Zeitraum und wir schauen gemeinsam, wie wir die Hürden, die dir begegnen, aus dem Weg räumen.


Und, ganz wichtig: Die Coaching-Termine erhöhen deine Motivation und deinen Willen, am Ball zu bleiben. Du wünschst dir jemanden, der dich mit voller Kraft unterstützt, dich gesünder zu ernähren? Ich würde mich sehr freuen, mit dir zu arbeiten – sprich mich gerne an!


Fazit: Wie die Ernährungsumstellung klappt

Indem du dir realistische Ziele setzt, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass die das mit dem ausgewogener Ernähren diesmal wirklich durchhältst. Nimm dir am besten vor, Schuldgefühle, schlechtes Gewissen und strenge Verbote hinter dir zu lassen. Bei dem Ziel, gesünder zu leben, geht es nicht um Perfektion, sondern um Schritte in die richtige Richtung.


Das, was du jeden Tag tust, ist viel wichtiger als gelegentliche Ausrutscher. Orientiere dich an der 80/20-Regel: Wenn du deine Vorsätze zu 80 Prozent in die Tat umsetzt, darfst du den Rest der Zeit auch mal Fünfe gerade sein lassen. Das Leben soll schließlich Spaß machen – und da gehört etwas "Unartigkeit" manchmal dazu.


Ganzheitliche Gesundheit ist außerdem so viel mehr als nur Ernährung: Ausreichend Flüssigkeit, Schlaf und Bewegung, sinnstiftende Ziele oder Aufgaben und gute Beziehungen zu anderen sind genauso wichtig. Wer fit werden und bleiben möchte, schaut sich am besten all diese Bereiche an.


Damit deine Ernährungsumstellung klappt, solltest du dein Warum kennen und dich regelmäßig daran erinnern. Dabei kann eine Ernährungsberatung sehr wertvoll sein – oder du suchst dir jemanden, der dasselbe Ziel hat wie du. Wir Menschen sind nicht dazu gemacht, alles alleine zu schaffen: Gerade bei großen Vorhaben ist es okay, sich Unterstützung zu suchen. Ich wünsche dir viel Erfolg!

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